Schenkt Palitücher!

Superstar bei der Pulle-statt-Pali-Generalprobe: Das Bier entscheidet!

Superstar bei der Pulle-statt-Pali-Generalprobe: Das Bier entscheidet!

Die Alte Pauline benötig ganz dringend neue Putzlappen. Wenn ihr also noch immer so ein »Bluttuch der Judenvernichtung*« um den Hals oder im Schrank hängen habt, kommt am Samstag den 27. Juli vorbei und tauscht es an der Theke gegen ein Bier ein.

* Die Kufiya – oder vulgo: Pali-Tuch – war ursprünglich eine traditionelle Kopfbedeckung in den ländlichen Gebieten des nahen Ostens. In den 1930er Jahren befahl der damalige Großmufti von Jerusalem Amin al Husseini, als Zeichen gegen die Juden und den Westen, die Kufiya als Pflichtbekleidung – wer weiterhin europäische Hüte trug, wurde gefoltert und/oder getötet.

Somit wurde der Lappen zum antimodernen Zeichen das Aussagen soll: Wir gehören zusammen, wir sind ein Volk und wer sich weigert, wird als Feind behandelt. Wem diese Aussage schon mächtig bekannt vorkommt, wird auch nicht verwundert sein, dass al Husseini Mitglied der Waffen-SS war, 4.000 jüdische Kinder aus Bulgarien ins KZ brachte, die bosnisch-islamischen Wehrmachts-Truppen rekrutierte, und seit den 1920er Jahren Kämpfe und Terroranschläge gegen Juden in Palästina mit Hetzreden und Finanzen förderte.

Berühmt wurde der Fetzen durch Al-Husseinis entfernten Verwandten und PLO-Chef Jassir Arafat, der mit Aussagen wie „Frieden bedeutet für uns die Zerstörung Israels.“[1], die Freidensbemühungen im Nahen Osten auf den Punkt brachte.

Ende der sechziger Jahre schleppte ihn dann der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) nach Deutschland ein[2] und wurde in den 1970er Jahren das Markenzeichen der antiimperialistischen, antizionistischen Linken. Diese ignorierten, damals wie heute den mörderischen Antisemitismus der vermeintlichen Freiheitskämpfer, wobei die Hitler-Bilder in den Ausbildungslagern der PLO so manchen RAF-Genossen der ersten Generation zum Umdenken veranlassten.

Viele Linke in den 70er Jahren sahen in der Kufiya ihren „Widerstand“ gegen die USA und den Zionismus bis hin zur Solidarisierung mit der, nach ihrer Meinung, „revolutionären“ PLO. In den neunziger Jahren entdeckten folgerichtig die Neo-Nazis das Palästinenser-Tuch als Symbol ihrer Feindschaft gegen die Juden.

Prominente Beispiele von linkem Antisemitismus, waren bzw. sind Ex-SDS- und Ex-RAF-Mitglied Horst Mahler der 2000 in die NPD eintrat; Inge Höger(MdB, Die Linke), die nicht nur durch ihre Teilnahme an der „Free Gaza“-Flotille im Jahr 2010 ihre „Befreiungsabsichten“ deutlich machte, sondern auch durch ihren Schal[3], der ihre Lösung für den Nahost-Konfilkt zeigt: Einfach gar keinen israelischen Staat mehr. Oder auch der ehemals stalinistische Gütersloher Rapper Julian Fritsch, der 2009 noch in seinen Liedern peinliche RAF-Hymnen besang und zum Mord an israelsolidarischen Linken aufgerufen hat. Keine zwei Jahre später gab er seinen Gesinnungswandel zum Neonazi durch ein Interview mit Axel Reitz bekannt.

Schön ist der Lumpen also nicht, aber als Aufnehmer noch ganz OK.

Prost!

Linksammlung zum Thema: http://schoenistdasnicht.blogsport.de/lektuere/

[1] Interview am 11.02.1980, Zeitung El Mundo: “Frieden bedeutet für uns die Zerstörung Israels. Wir sind auf den totalen Krieg eingerichtet, ein Krieg, der sich über Generationen hinziehen wird.“
[2] An einer PLO-Konferenz im Dezember 1969 in Algier nahmen illustre Figuren wie der damalige SDS-Vorsitzende Udo Knapp, der heutige Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit und auch Joschka Fischer teil. Sicher ist, dass in den dortigen Reden der „Endsieg“ über Israel beschworen und eine Atmosphäre der Gewalt verbreitet wurde. http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/07/18/a0173
[3] ‚9th Palestinians in Europe Conference‘, 7.5.2011, Wuppertal http://666kb.com/i/bto6yweyz337o35bh.jpg
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Ein Kommentar zu Schenkt Palitücher!

  1. Bill Brook sagt:

    Julian Fritsch, vulgo makks damage vollzog mitnichten einen Gesiinugswandel, sondern wurde vom informellen zum offiziellen Nazi.

    Nebenbei: Zum Einstieg bei den Nazis gan es ein Interview mit Axel (Brech)Reiz, in der Fritsch viel von Treue, Zusamengehörigkeitsgefühl und bla bla laberte, das bei der Rechten viel stärker entwickelt sei als bei der linken. Nicht lange danach stieg ausgerechnet Reiz bei den nazis offiziell aus.

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