Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr

„Wir wussten, dass wir dort keine Wahl hatten. Man würde uns töten. […] Die Realität zwang uns so zu handeln.“

Sobibor

Anlässlich des siebzigsten Jahrestages des Aufstands im Vernichtungslager Sobibor, zeigt am Donnerstag 10.10.2013 ab 20:15 der Filmclub Brennende Bilder den Film: „Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr“.

Dieser Titel bedeutet den Stichtag und Zeitpunkt des einzigen „erfolgreichen“ Aufstandes in einem Deutschen Vernichtungslager bei dem Wachen und SS-Leute getötet wurden und eine Handvoll Insassen fliehen konnten.

Der Film beruht auf Gesprächen, die Claude Lanzmann 1979 mit Yehuda Lerner, einem Überlebendem dieser Flucht, führte. Lerner schildert darin die Planung des Aufstandes mit Hilfe von Alexander Peczerski, einem jüdischen Offizier der Roten Armee, und seine Durchführung.

Lanzmann drehte dieses Interview im Rahmen von „Shoa“ (1985) und entschied: „Der Aufstand von Sobibor konnte nicht nur eine Episode von Shoah sein. Er verdiente einen eigenen Film. Der Aufstand ist tatsächlich ein paradigmatisches Beispiel für das, was ich in anderem Zusammenhang die Wiederaneignung von Kraft und Gewalt durch die Juden genannt habe.“

Anlässlich der Verleihung des Goldenen Ehrenbären für Lanzmanns Lebenswerks, wurde der Film auf der diesjährigen Berlinale gezeigt.

Siehe auch: http://www.publikative.org/2013/02/14/berlinale-ehrung-fur-claude-lanzmann/

Anmerkung: Vereinsveranstaltung – Mitglied werden kann jeder, jederzeit, also einfach zur nächsten Filmvorführung vorbeikommen!

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