Nachbereitung zur Diskussion Antisemitismus

Zu unserer Veranstaltung am vorherigen Donnerstag:

Den Auftakt bildeten zwei kurze Referate zum aktuellen Bild des Antisemitismus sowie zu den Kategorien: Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismus, historischer Antisemitismus, regressiver Antikapitalismus und dem strukturellem Antisemitismus. Anschließend entwickelte sich eine Diskussion, die Israelkritisch begann und später feststellte, dass es nicht um den Staat geht, sondern um die Mechanismen und Erscheinungsformen des Antisemitismus, wie er zur Shoah geführt hat und heute noch existiert.

Im weiteren Verlauf kristallisierte sich die Meinung heraus, dass der Antisemitismus nicht als rein religiös zu begründende Ideologie verstanden werden kann. Stattdessen muss er unter anderem betrachtet werden als:

  • fatales Gerücht über die Juden,
  • faktenlose Argumentation,
  • den Versuch die Juden als Schuldigen für die eigene schlechte Situation darzustellen,
  • als strukturelles Prinzip.

Klar wurde jedoch, dass dieser Versuch nur an der Oberfläche gekratzt hat. Um das komplexe Thema wirklich zu durchdringen und zu verstehen, müssen die Hintergründe weiter erarbeitet werden. Für die nahe Zukunft sollten daher weitere Veranstaltungen zu den Ursprüngen und der Entwicklung des Antisemitismus in der Alten Pauline angeboten werden.

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